
Seit dem 18. Jahrhundert
Colliers
und Rivièren
Das Collier de la Reine, das 1785 den französischen Hof erschütterte, hatte 647 Diamanten und wog rund 2.800 Karat — Marie-Antoinette hat es nie getragen. Berühmt wurde dadurch eine Form, die damals längst ein halbes Jahrhundert alt war: eine Reihe Diamanten und sonst nichts.
Heute wird sie zum Jahrestag geschenkt, zur Geburt eines Kindes, oder man schenkt sie sich selbst.
Rivière- und Ligne-Colliers aus dem Atelier MXHM in München: durchgehende Brillantreihen von etwa 4 bis 24 Karat, 40 bis 50 cm, in Weißgold, Gelbgold, Roségold 750 oder Platin 950. Ab 17.400 €, nach oben offen — jedes Stück entsteht auf Bestellung. Das Werkzeug auf dieser Seite rechnet Form, Steingröße und Länge vorab.
Herkunft
Warum es Rivière heißt
Rivière ist das französische Wort für Fluss. Gemeint ist ein Collier aus Steinen einer Art — ohne Anhänger, ohne Ornament, ohne Mittelstück. Die Steine sind das ganze Stück.
Im 18. Jahrhundert war die Form auf ihrem Höhepunkt. Die frühen Stücke waren einzelne gefasste Steine auf einer Kordel; erst später wurden sie beweglich verbunden. Geblieben ist die Reihe, in der jeder Stein für sich sitzt und trotzdem zur Linie gehört. Dieselbe Bauart trägt heute das Tennisarmband.
Die georgianischen Colliers wurden in Silber gefasst, weil es weiß ist und die Farbe der Diamanten nicht ins Gelbliche zieht — Weißgold und Platin gab es als Schmuckmetalle noch nicht. Silber läuft aber an und färbte Haut und Kleidung. 1767 kam der Londoner Juwelier James Cox darauf, die Fassungen rückseitig mit Gold zu unterlegen.
Historisch umfasst der Begriff beide Formen — die Reihe gleich großer Steine ebenso wie die, die zur Mitte hin anwächst. Ich nenne die erste Ligne und die zweite Rivière.
Die beiden Formen
Ligne und Rivière
Eine Linie ist überall gleich breit. Ein Fluss wird zur Mitte hin breiter. Das entscheidet über Wirkung und Preis.
Beide Zeichnungen tragen gleich viel Karat, anders verteilt — gerechnet mit derselben Formel wie unten der Preis.
Dieselben zwei Formen an fertigen Stücken.
Der Verlauf kostet mehr, und zwar nicht wegen der Arbeit. Ein Karat, verteilt auf viele kleine Steine, ist deutlich billiger als dasselbe Karat in wenigen großen — und bei der Rivière sitzen in der Mitte genau diese wenigen großen.
Dazu müssen die Steine in Farbe, Reinheit und Abstufung zusammenpassen; sie zusammenzustellen dauert länger als das Fassen. Beides ist unten mitgerechnet.

Die Länge
Vier Zentimeter entscheiden viel
Als Orientierung: 40 cm liegt eng am Halsansatz und wirkt am strengsten. 42 cm ist die geläufigste Länge, knapp darunter. 45 cm fällt meist auf das Schlüsselbein und trägt sich am unauffälligsten. 50 cm fällt tiefer ins Dekolleté. Wo die Linie genau liegt, hängt von Halsumfang und Körperbau ab.
Zwei Längen übereinander sind eine eigene Wirkung: Die kürzere Reihe fasst den Hals, die längere führt den Blick nach unten.
Unsicher? Ein Bindfaden am eigenen Hals, so gelegt, wie das Collier sitzen soll, ist genauer als jede Tabelle.
Ihr Collier
Form, Größe, Länge
Form
Stein Ø
Länge
Qualität
Metall
- Steine
- 127 Brillanten
- Breite am Hals
- 3,00 mm
- Gesamtgewicht
- 12,70 ct
- Gold 750
- 31,2 g
Inklusive Mehrwertsteuer, zum Tageskurs gerechnet. Steinzahl und Goldgewicht ergeben sich aus Steingröße und Länge. Gelbgold und Roségold zum selben Preis wie Weißgold. Die Zeichnung ist maßstäblich: Steinzahl, Steingröße und Länge entsprechen genau Ihrer Auswahl — sie ist eine Konstruktionszeichnung, kein Foto.
Aus den letzten Jahren
Was sonst noch möglich ist
Ligne und Rivière lassen sich vorrechnen. Gebaut habe ich weit mehr — jedes dieser Stücke begann mit einer Idee von jemand anderem.










Ihre Idee
Wenn Sie etwas gesehen haben, das Ihnen nachgeht — auf einer Auktion, im Museum, auf einem alten Foto —, bringen Sie es mit. Ein Bildschirmfoto genügt. Von da an ist es meine Aufgabe.
Manchmal ist das Richtige ein antikes Stück, dann heißt meine Arbeit suchen: Ich weiß, wo solche Colliers auftauchen und woran man erkennt, ob ein Stück original ist. Manchmal ist das Richtige eine Neuanfertigung, weil es das Gesuchte so nicht gibt oder weil es an Ihren Hals soll und nicht an den einer Fremden aus dem Jahr 1890.
Farbsteine gehen auch: ganz aus Rubinen, Saphiren oder Smaragden, oder im Wechsel mit Diamanten. Dort hängt alles daran, ob sich genug passende Steine finden — das braucht Zeit.
Häufige Fragen
Was mich zu Colliers gefragt wird
- Was ist eine Rivière?
- Ein Collier aus Steinen einer Art, ohne Anhänger, ohne Ornament, ohne Mittelstück. Im heutigen Handel meint Rivière meist die Reihe, die zur Mitte hin anwächst; die aus gleich großen Steinen nenne ich Ligne.
- Ligne oder Rivière — was ist der Unterschied im Preis?
- Bei gleichem Gesamtgewicht kostet die Rivière deutlich mehr: Ein Karat verteilt auf viele kleine Steine ist billiger als dasselbe Karat in wenigen großen, und die großen müssen zusätzlich zueinander passen.
- Welche Länge ist die richtige?
- Als Orientierung: 40 cm liegt eng am Halsansatz, 42 cm ist die geläufigste Länge, 45 cm fällt meist auf das Schlüsselbein, 50 cm tiefer ins Dekolleté. Wo die Linie genau liegt, hängt von Halsumfang und Körperbau ab. Wer unsicher ist, misst mit einem Bindfaden am eigenen Hals.
- Warum wähle ich den Steindurchmesser und nicht das Karat?
- Weil das Karat allein nichts darüber sagt, wie das Collier aussieht: Zehn Karat auf 40 Zentimetern ergeben eine breitere Linie als zehn Karat auf 50. Das Gesamtgewicht ergibt sich daraus und steht daneben.
- Wie viel wiegt so ein Collier?
- Zwischen etwa 17 und 50 Gramm, je nach Steingröße und Länge. Entscheidend für den Tragekomfort ist nicht das Gewicht, sondern dass die Glieder sauber laufen.
- Warum wurden alte Colliers in Silber gefasst?
- Weil Silber weiß ist und die Farbe der Diamanten nicht ins Gelbliche zieht — Weißgold und Platin gab es im 18. Jahrhundert als Schmuckmetalle noch nicht.
- Bekomme ich Zertifikate?
- Bei einer Ligne mit 120 bis 180 kleinen Steinen sind Einzelzertifikate nicht üblich; Sie bekommen eine schriftliche Bestätigung über Anzahl, Gesamtgewicht, Farbe und Reinheit. Bei einer Rivière liegen für die großen Mittelsteine GIA-Berichte bei.
- Kann ich das Collier später ändern lassen?
- Eine Ligne lässt sich kürzen und verlängern, ein Glied wird entnommen oder ergänzt. Bei einer Rivière ändert eine Kürzung den ganzen Verlauf.

Persönlich
Jede Reihe stelle ich selbst zusammen
Bei einem Collier entscheidet nicht der größte Stein, sondern wie jeder Stein zum nächsten passt. Ich stelle die Reihe selbst zusammen und sehe sie mir in Ruhe an, bevor gefasst wird.
Wenn Sie vorher etwas klären möchten, die Länge, den Rahmen oder ob Ligne oder Rivière besser zu Ihnen passt, erreichen Sie mich direkt.
Maximilian Hemmerle von HeckelJuwelier in fünfter Generation · München
WhatsApp sayhi@mxhm.de +49 89 21 53 60 66
Sie schreiben einem kleinen, persönlichen Team, meist sogar mir selbst.
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